Abizeitung 2000

Bertha von Suttner Gymnasium Andernach - Seite 130

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homo sABIens 2000
130 Abi-Jahrgang 2000
Da meine Kurskammeraden mir die Ehre einer Erwähnung in der Abi - Zeitung zu Teil machten, will ich
ihnen natürlich selbiges Privileg nicht verwehren.
Dabei möchte ich ganz besonders meinen Banknachbarn und geschätzten Physikkammeraden Peter Heinisch
hervorheben. Wenn es im Unterricht von Herrn Alt, entgegen allen Vermutungen, einmal zu einem
Mißverständnis oder einer Unklarheit gekommen sein sollte, dann schaffte er es, die Stimmung des Kurses
mit seinen bildhaften Darstellungen der Thematik zu entspannen. So waren etwa Vergleiche eines Atoms
mit einem Fußballfeld und der eines Photons mit einem Panzer keine Seltenheit. Wer aber denkt, dass etwa
diese sachlich wertvollen und ethisch unbedenklichen Beiträge die alleinigen Qualitäten des Peter H.
ausmachten, dem sei gesagt, er liege völlig falsch. Vielmehr fügte er seinen Vergleichen gleichzeitig die
zum Verständnis nötige Atmosphäre hinzu, so verwandelte sich der Physiksaal durch geschickte Gestik
binnen von Sekunden in eine vor Emotionen sprühende Fussballtribüne. Daher waren seine epochalen 13
Punkte auch gerechtfertigt.
An zweiter Stelle möchte ich auf die fachlichen Qualitäten unseres Musterschülers Nam Hoi Pham eingehen.
In all den Jahren versetzte er mich nicht nur durch seine unzähligen 15 Punkte Arbeiten in Erstaunen,
sondern vielmehr durch seine Fähigkeit Gegenstände auszuwählen, mit denen er dann stundenlang seines
Bankvordermann Christian Schmitz piesackte. So erlangte eine einfache Nadel, der Stiel eines Apfel oder
diverse Exponate aus der Physiksammlung einen ungeahnte Unterhaltungswert.
Große und ehrfürchtige Anerkennung möchte ich eben diesem Mentor der Langschuhfabrikanten mit auf
den Weg geben. Niemand sonst in der Stufe wäre jemals in der Lage gewesen es mit dem Großmeister der
meist abrupt stattfindenden „Nase-Mund-Extrem-Ventilation“ aufzunehmen. In solchen Situationen erwies
sich unser Kursleiter als äußerst fürsorglich. Auf der Stelle erkundigte er sich im näheren Umfeld nach
Verletzungen und traf alle nötige Vorkehrungen zur Spätfolgenvorsorge.
Auch wenn ich die große Bescheidenheit des nun folgenden Probanden kenne und mir bewußt ist, dass er
alles daran setzen würde, um eine Erwähnung aus falscher Scham zu verhindern, möchte ich abschließend
noch ein paar Worte über den Einstein aus Kehrig, alias „Duckie“ verlautbaren. Der Schulkundige wird
gerade in letzter Zeit die deutliche Verschlechterung des Bodenbelagszustandes im Physiksaal bemerkt
haben. Die Erklärung ist so einfach wie faszinierend. Es trug sich zu, dass zu Ende des Schulhalbjahres
Referate verteilt wurden. Die Thematik des Duckie‘chen Referates machte es zwingend erforderlich, dass
zur Erklärung des Sachverhaltes ein Versuch vorzuführen und zu erklären war. Dabei offenbarte sich das
ganze Stresspotential. Die innere Unruhe ergriff zunächst seine Gestik, dann die physikalische Gesamtheit
seines Wesens und es schien kurzzeitig eine eminente Gefahr von ihm auszugehen. Blitzschnell verstand
er aber den Ernst der Lage und reagierte sich mit geschicktem Lauftraining, welches er in seinen Vortrag
integrierte und mit dem er den PVC-Belag der Eingangspassage ruinierte, ab.
Alles in allem war dies wahrscheinlich einer der facettenreichsten, sowie motiviertesten Physikkurse, welche
je die Ehre hatten ihre Wissensaufnahme in dem Themengebieten der Physik unter Herrn Alt abzuleisten.
Hmmm, und die Russen haben trotzdem
was mit der Gravitation
zu tun !
Oliver Glinka
mit moralischer Unterstützung von Bernd Masberg und Björn Besse




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