Abizeitung 2000

Bertha von Suttner Gymnasium Andernach - Seite 103

103-Kursfahrt Tegernsee 2

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als wir gehen lernten
103
Abi-Jahrgang 2000
Als Kontrastprogramm zu unserem bayrischen Dörfchen sind wir dann einen Tag nach
München und einen nach Innsbruck gefahren. Unsere dortigen Beschäftigungen waren:
- Sehenswürdigkeiten live erfahren ( Hofbräuhaus )
- Shopping ( flüssiges Brot ) und
- Trinken ( Bier )
Ist natürlich nicht ganz ernst gemeint...
Sabina hatte sich einer ganz anderen Beschäftigung gewidmet: Sie assistierte einem
Amateur-Fakir bei seiner Show. Nachdem der Fakir es sich auf seinem Nagelbrett
gemütlich gemacht hatte, stieg Sabina mit Begleitung auf dessen Brust und genoss für
10 Sekunden die gute Aussicht. Damit hatte sich auch schon ihre Aufgabe erschöpft,
und es folgten weitere - nicht immer geglückten - "Kunststückchen" des Fakirs.
Den Höhepunkt unserer Reise nach Süddeutschland stellte jedoch die Wanderung über
den Wallberg dar.
Nun, unser Kurs hatte die Wanderung anfangs wohl ein wenig unterschätzt. Schon nach
gut einer Stunde war das Ende des geteerten Wegs erreicht und ein steiler Aufstieg
durch aufgeweichten Waldboden stand uns bevor. Dass Halbschuhe hier nicht den
erwünschten Halt boten, merkte man spätestens, wenn man ausrutschte. Zusammen mit
den Leuten, die hinter einem gingen ( und mitgerissen wurden ) landete man unversehens
in einer gesunden Mischung aus Lehm und Regenwasser. Die Stille des bayrischen
Waldes konnten wir übrigens nicht genießen, da Nam seine Erschöpfung während des
ganzen Marsches mit diversen Beschimpfungen untermalte.
Die Belohnung für unsere Strapazen war schließlich der Blick ins Tal, den man zwischen
einem Labyrinth von Kuhfladen und Fliegen genießen durfte - bayrische Idylle!
In dem Zusammenhang möchte ich eine Szene nicht unerwähnt lassen:
(Unserem Kurs kommt beim Abstieg eine Frau mit zotteligem, weißem Hund entgegen)
Christian: "Kommt, lasst mal das Schaf vorbei!"
Hr. Brüster: "Welches von beiden?"
Ein Kalauer ganz anderer Art schockte uns nach gut der Hälfte des Abstiegs. Zwei
Männer machten uns darauf aufmerksam, dass wir nicht weitergehen dürften, weil sich
der Weg auf einem Privatgrundstück befinde. Als Alternative schlugen sie vor, wir
sollten den ganzen Weg doch wieder zurückgehen. Klasse Idee! Und das obwohl der
Zustand meiner Beine schon jetzt irgendwo zwischen Betonklotz und Wackelpudding
anzusetzen war. Irgendwie haben wir jedoch noch einen anderen Weg gefunden...
Unten angekommen mussten wir nur noch durch das Dorf zur Jugendherberge finden.
Stellt euch 13 kraftlose und entnervte Kreaturen vor, die von ihrem Lehrer erfahren:
"In 5 Minuten sind wir da ( in der Jugendherberge )". Lachenden Herzens schreiten wir
voran und zählen die Minuten...
Nach 10 Minuten sind wir immer noch nicht angekommen. Sind wir so langsam?
Nach 20 Minuten immer noch nicht da. Fünf Minuten waren wohl sehr optimistisch!
Nach 30 Minuten keine Herberge in Sicht. "Herr Brüster, wollen sie uns auf den Arm
nehmen?!?"
Nach 40 Minuten sind wir endlich angekommen und merken, welch riesigen Umweg
wir gegangen sind.
"Nicht witzig?"
Dag Ewering




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