Abizeitung 2000

Bertha von Suttner Gymnasium Andernach - Seite 30

030-Arndt

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homo sABIens 2000
30 Abi-Jahrgang 2000
“SK LK”
oder doch eher
“Episoden aus dem Leben einer Familie”
Eigentlich sollte auch der 12LK SK-1 ein ganz normaler Leistungskurs in Sozialkunde werden,
doch je öfter sich die Teilnehmer trafen, desto öfter tauchte eine ganz bestimmte Frage auf: “Was
hat das noch mit Sozi zu tun?” Man gewann langsam aber sicher den Eindruck, dass eher Frau
Arndt, die Leiterin des Kurses, ihr Leben, ihre Tochter oder auch ihr Freundeskreis Thema des
Unterrichtes seien. Mit der Zeit lernten wir nach und nach erst den engeren Familienkreis und dann
aber auch die Freunde und Nachbarn von Frau Arndt kennen.
Was höre ich da, diese Frau ist noch nicht allen bekannt? Dabei kann man sie so leicht erkennen.
Das wohl typischste an ihr ist ihre goldene Haarspange, die sicher noch aus alten Studientagen
stammt und mit der sie versucht ihre wallende Lockenpracht zu bändigen. Weiter auffallend ist,
daß sie fast täglich Schuhe mit Noppen trägt, die sich besonders für Autofahrer eignen. Zuletzt
sollte hier auch noch ihre schwarze Stofftasche genannt werden, auf der das Logo eines Andernacher
Fotoateliers prangt.
Man muß schon sagen, daß die Kursteilnehmer immer ein offenes Ohr für die kleinen Probleme
im Familienalltag wie zum Beispiel: Wie verhalte ich mich meinem Nachbarn gegenüber, den ich
selbst nur als “die Flodders” bezeichne. Auch die mehr oder weniger komischen Erlebnisse (“Als
ich einmal in der DDR war, haben wir das Geld aus dem Autofenster geworfen.”) fanden ein offenes
Ohr. So konnte sie sich den Therapeuten ersparen, der doch auch nicht mehr für sie hätte tun können
als die Kursteilnehmer. Ja, das Leben ist für Frau Arndt nicht einfach und zur Zeit der
Kursarbeitskorrektur ist es halt doppelt schwer. Nicht daß wir uns darüber aufgeregten, daß wir
unsere Arbeiten meistens erst 14 Tage vor der nächsten Kursarbeit zurückbekamen, so daß gerade
noch die zeitliche Frist eingehalten werden konnte, aber irgendwie genervt hat es uns doch. Dies
erkannte Frau Arndt auch des öfteren und kommentierte es mit dem Satz: “Jetzt guckt ihr mich
wieder so böse an!” Und zudem mußte sie ja auch noch mit der Angst leben ständig in der ABI-
Zeitung erwähnt zu werden, was sie besonders im Halbjahr 13.2 zum Ausdruck brachte: “Das
kommt jetzt sicher wieder alles in die ABI-Zeitung!”
Etwas eigenartig war auch die Gewichtung der einzelnen Themengebiete. So stellte Frau Arndt fest:
“Europa mach‘ ich nur ganz kurz, das ist alles so langweilig, weil da sich nichts verändert.” Dagegen
lag ihr das Thema Islam sehr am Herzen. Aber ihr Lieblingsthema war während der zwei Jahre:
“So war und ist mein Leben”. Abwechselnd standen dabei ihre Tochter Angelika und ihr großer
Freundeskreis im Vordergrund. Hierbei war besonders amüsant, wenn sie erklärte woher sie
betreffende Personen kannte: “Von meiner Freundin, die hat einen Bekannten und der kennt...”
Nicht fehlend darf ihr auch ein von Frau Arndt oftmals angewendeter Satz, der immer dann zum
Zuge kam, wenn Frau Arndt nicht weiter wußte: “Da frag‘ ich mal den Herrn Rausch.” bzw. “Da
frag‘ ich mal den Herrn Jung.”
Zuletzt muß man jedoch sagen, daß die zwei Jahre bei
Frau Arndt immer Spaß gemacht haben und daß die Leute
aus anderen Kursen mit ihrer Kritik an unserem Unterricht
größten Teils falsch lagen.
Dirk Einig




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